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Proxmox-Backups, die auch wieder zurückkommen

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Ich habe meine Vermutung getestet und dabei zwei unangenehme Dinge gefunden.

Mein Home Lab läuft auf einem einzelnen Proxmox-Host. Backups liefen seit Monaten nachts durch, grün, ohne Murren. Ich hatte nur nie geprüft, ob sich daraus wirklich etwas wiederherstellen lässt.

Der Test

Ich habe die VM mit dem Reverse Proxy auf eine neue ID zurückgespielt, in ein isoliertes Netz gehängt und gestartet. Zwei Dinge fielen auf.

Erstens: Die VM kam hoch, aber ohne Netz. Die Netzwerkkonfiguration hing an der MAC-Adresse, und die war beim Restore neu. Zehn Minuten Sucherei für etwas, das im Ernstfall genau die zehn Minuten sind, die man nicht hat.

Zweitens, und das wiegt schwerer: Die Datenbank-VM wurde im Modus snapshot gesichert, ohne dass im Gast ein Hook lief. Der Dump war konsistent im Sinne des Dateisystems, aber nicht im Sinne der Datenbank. Beim Start lief eine Recovery durch. Das ging gut. Es musste nicht gut gehen.

backup.shShell
vzdump 104 --mode snapshot \
  --script /usr/local/bin/pre-backup-flush.sh \
  --storage pbs --notes-template '{{guestname}} {{vmid}}'

Ein Backup-Job ist erst fertig, wenn ein Restore erfolgreich war. Alles davor ist Hoffnung mit Zeitplan.

Was ich geändert habe

Die Netzwerkkonfiguration hängt jetzt am Interface-Namen statt an der MAC. Vor jedem Snapshot läuft ein Hook, der die Datenbank in einen konsistenten Zustand bringt. Und einmal im Quartal steht ein Restore-Test im Kalender — nicht als Vorsatz, sondern als Termin mit Erinnerung.

Der eigentliche Gewinn war nicht die Technik. Es war die Erkenntnis, dass ich monatelang auf ein grünes Häkchen vertraut habe, das eine Frage beantwortete, die ich gar nicht gestellt hatte.

#proxmox#backup#home-lab

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